Wahlrecht ab 16?

Die Grünen wollen nun auch für Bundestags- und Europawahlen ein Wahlrecht ab 16. Die Begründung ist, „Jugendliche seien Träger eigener demokratischer Grundrechte.“

Wenn ich mir aber die hiesige Generation zwischen 16 und 18 Jahren ansehe, sehe ich schwarz für die Demokratie. Neben der Tatsache, dass sich 90 % der Menschen dieser Altersklasse nicht für Politik interessieren, muss man beachten, dass vor allem junge Menschen in politischen Ansichten sehr wankelmütig und unentschlossen sein können.

Wer hatte denn nicht seine Revoluzzer-Phasen? Manch einer treibt dies zum Maximum und nachher sehen wir die APPD in den Bundestag einziehen, nur weil die Punks vom Skaterplatz jetzt auch ihre politische Meinung in Form einer Stimme abgeben können.

Ich sage „Nein“ zur Gesetzesinitiative der Grünen. Hier würde der Schaden den Nutzen eher überwiegen, da ernsthaft reflektierte Stimmen im Gesamtergebnis verwässern und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Splitter- und Extremparteien mehr Stimmen bekommen.

Außerdem: Wer sich im jugendlichen Alter wirklich für Politik interessiert, der wird von einem Wahlrecht ab 18 nicht abgeschreckt. Das Wahlrecht ab 16 als Tür zu der jungen Generation zieht also auch nicht als Argument.

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