Warum wir nicht schwarzsehen sollten: Aufruf zum Mutmachertag

Dass uns nun Barack „Black Messiah“ Obama heldenhaft durch die Krise führen will, sollte uns nicht zum schwarzsehen verleiten. Im Gegenteil: Wer den Teufel an die Wand malt, bekommt ihn oftmals erst Recht zu Gesicht. Dieses Phänomen, auch unter „self fulfilling prophecy“ bekannt, dürfte vor allem in der Finanzkrise eine schwere Wirkung tragen. Wie sagte doch ein Börsenexperte: Die Börse sei bis zu 90 Prozent nur Psychologie. Das gilt auch für das Kreditgeschäft. Wer keinem vertraut, gibt sein Geld nicht ab.

Dass die Medien uns mit Schreckensmeldungen und Konjunkturprognosen bombardieren, bringt ihnen eine hohe Auflagenquote, uns aber nur Unsicherheit und Angst. Doch wovor eigentlich? Die „größte Wirtschaftskrise seit 1929“ hat ohne Frage viel Geld gekostet. Was man dabei aber bedenken muss, ist, dass es dieses verlorene Geld auch nie gegeben hat. Ein geringes Reservenminimum für Banken, Kredite ohne Sicherheit, Devisen(luft-)geschäfte, unrealistische Einstufungen der Ratingagenturen – das ganze Finanzsystem war ein Schneeballsystem, getrieben vom Moloch der Renditengier und einem Zusammenbruch von vorneherein geweiht.

Sollte uns das den Glauben an den Kapitalismus verlieren lassen? Schwachsinn. Wo die Fehler lagen und immer noch liegen, ist offensichtlich. Um deren Behebung sollen sich die Verantwortlichen und die Politiker kümmern. Uns Bürgern aber fällt mit der Rolle des Konsumenten die Chance zu, das Problem an einer seiner entscheidenden Wurzeln zu packen. Solange wir unser Geld nicht unter der Bettdecke verstecken und fleißig weiter die Sachen kaufen, für die uns unser Geld vorher auch nicht zu schade war, bleibt die Nachfrage am Binnenmarkt auf hohem Niveau. Die Wirtschaft muss ihre Produktion nicht herunterfahren und keine Gewinneinbrüche oder Verluste vermelden. Folglich wird den Unternehmensleitern auch nicht einfallen, ihre Arbeitnehmer in die Kurz- oder gar Nichtarbeit zu schicken.

Und wer schon ohne Arbeit ist, sollte nicht verzagen: Egal, ob Güter oder Dienstleistungen. Produziert werden muss immer. Und wenn die Unternehmen erst aus ihren finanziellen Problemen raus sind, wird sich schon bald wieder Spielraum für neue Arbeitsplätze finden.

Man sieht: Der weitere Verlauf der Krise hängt im großen Maße davon ab, wie wir uns JETZT verhalten. Was verloren ist, kann wiederkommen. Und was noch nicht verloren ist, muss auch nicht verloren gehen. Darum rufe ich an dieser Stelle zum Mutmachertag auf. Der Tag, der uns vor Augen führen soll, dass unser Schicksal mehr denn je von uns selbst abhängt und wir uns von keiner Prognose die Laune vermiesen sollten. Denn bisher ist nämlich noch fast jede Krisen-Prophezeiung nicht in Erfüllung gegangen.


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Ein Kommentar Leave a comment.

  1. [...] volkswirtschaftlichem Ruhm bekleckern sich Helicopter-Ben & Co nicht gerade. Vielleicht hat er das mit dem Optimismus ja falsch verstanden… Veröffentlicht [...]


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